Unser Standpunkt

Wir beraten zu viel

Heute geht scheinbar nichts mehr ohne Beratung. Das ist im Prinzip oft richtig so, aber gleichzeitig oft auch zu viel. Darum haben wir sehr konkrete Vorstellungen von Beratung, die wir hier offenlegen und an denen wir uns messen lassen.

Es gibt heute eine Menge Beratung auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. In den Kirchen und Gemeinde hat das auch Einzug gehalten. Das ist positiv. Aber irgendwie übertreiben wir es auch manchmal.

Es gibt zwei Formen der Beratung: Fachberatung und die begleitende Beratung. Fachberatung wäre eine Steuerberatung z.B.. Da gibt es einen Experten, der sich in Steuerfragen auskennt, der seinen Mandanten berät, um dessen Steuern in den Griff zu bekommen.
Die begleitende Beratung bezieht sich auf Dynamiken zwischen Menschen, die eine Gruppe oder eine Gemeinde bilden. Die Dynamik soll positiv in eine konkrete Richtung gelenkt werden. Diese Form der Beratung ist höchst anspruchsvoll, sowohl für die Beraterinnen und Berater, als auch die, die beraten werden. Denn zwischenmenschliche Prozesse spielen eine so große Rolle und sie sind oft schlecht zu fassen. Es gibt eine Menge Stolpersteine. 
Darum hier ein paar Informationen zu diesem Thema, die Ihnen hoffentlich helfen.

Holen sie sich nur Beratung, wenn sie ein echtes Problem haben!

Eine der wichtigsten Grundsätze, die wir Gemeinden mitgeben, ist: Es lieber selber machen und dafür nicht ganz so super oder ganz so klasse, als einen Externen holen. Denn: Sie haben selber eine Menge Ideen, Ressourcen, Möglichkeiten, um die Zukunft Ihrer Kirche zu gestalten. Bauen Sie auf diese, anstatt auf alle möglichen Konferenzen zu fahren oder sich Beratung einzukaufen. Beratung macht nur Sinn, wenn Sie ein echtes Problem haben und dieses auch relativ konkret benennen können.

Lassen sie sich das Beratungskonzept einer Beraterin /eines Beraters genau erklären!
Die meisten Beratungen bleiben auf einer methodischen Ebene hängen. Man arbeitet dann an Visionen oder Leitlinien. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber meistens nicht gut gemacht. Weil Visionen und Leitbilder Modeerscheinungen sind, ohne einen großen Mehrwert. Wenn man die Schritte danach nicht im Blick hat. Meistens hat man die nicht im Blick.
Beratung funktionirt nur, wenn die Ressourcen einer Kirche genau definiert werden, um mit diesen Ressourcen Probleme zu beheben und die Zukunft zu gestalten. Leider sehen zu viele Berater die wichtigste Ressource in ihren eigenen Fähigkeiten und eigenen Überzeugungskraft. Damit übergehen Sie die Menschen in den zu beratenden Gemeinden und der Beratungsprozess läuft im Prinzip ins Leere. Auch wenn alle für Monate intensiv beschäftigt waren. Aber das Gefühl beschäftigt zu sein, bedeutet nicht, dass man Schritte vorwärts gegangen wäre.
Beratung ist der Balanceakt zwischen Ressourcen aktivieren und Impulsen geben oder Interventionen setzen. Es gibt viele zwischenmenschliche Aspekte, die sich in einem Beratungsprozess ereignen und mit denen man umgehen muss. 


Achten Sie auf den notwendigen Respekt!

Nach unserer Erfahrung ist vielen Menschen in Kirchen nicht ganz klar, warum man sich eigentlich eine Beratung "antun" will. Das "macht man heute halt so". Wenn Sie in Kontakt mit beratenden Menschen kommen, achten Sie genau darauf, ob es einen notwendigen Respekt gibt. Respekt vor den Menschen und der Geschichte einer Gemeinde, ihren Zielen und Erfahrungen. Das Gegenteil wäre, wenn jemand kommt und immer gleich weiß, wie man "es" machen muss. Und dann eigentlich nur Konzepte und Methoden "verkauft", die andere woanders auch anwenden. Wir finden es z.B. etwas respektlos, wenn landauf, landab immer wieder Leitbildprozesse durchgeführt werden. Als wenn alle Gemeinden zur Zeit, das gleiche Problem hätten.


Überlegen Sie genau bei bestimmten Schlagworten wie Leitbildentwicklung oder dem Erstellen einer Vision, ob Sie das brauchen

Überlegen Sie genau, ob Sie eine Leitbildentwicklung brauchen! Meistens brauchen Sie es nämlich nicht! Aber der Beratermarkt hat vor einigen Jahren mit diesen Angeboten geboomt und inzwischen sind auch die Kirchen darauf angesprungen es es werden Leitbildentwicklungen als lange Prozesse verkauft oder das Definieren einer Vision. 
Wir machen solche Prozesse nur sehr selten und mit der größten Zurückhaltung. Aus verschiedenen Gründen. Einer ist: Man löst damit keine Dynamik aus, sondern nur Menschen lösen Dynamik aus.  Wir sind wenig interessiert an Papieren, die sehr geduldig sind, sondern eher an Menschen, die sich bewegen wollen. Visionen sind oft überzogen und man übertrumpft sich heute mit immer größeren und immer konkreteren. Das ist völlig am Ziel vorbei. Man sollte lieber eine Strategie haben, die flexibel genug ist und diese Strategie beruht nicht auf einer Vision, sondern auf Anliegen von Menschen und den Ressourcen.
Darum dauert bei uns ein solcher Prozess oft nur ein paar Minuten oder wenige Stunden. Weil das Eigentliche ist nicht das Papier, sondern wie Menschen sich ganz neu bewegen lassen und weiterentwickeln.
Wir sind an dieser Stelle deshalb so kritisch, weil es eine Modeerscheinung ist auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Leitbilder der Kirchen sich auch immer zum verwechseln ähneln. Irgendiwe kommen alle auf die gleichen Sätze und Formulierungen. Da muss irgendwas schief laufen und darum haben wir den Eindruck, dass wir zu viel Zeit mit etwas verbringen, was am Ende wenig bewirkt oder selbstvertsändlich ist.

Das Problem müssen Sie genau benennen können 

Achten Sie darum am Anfang einer Beratung auf eine genaue Auftragsklärung! Dazu müssen Sie Ihre Erwartung so genau wie möglich benennen können. Wir kennen viele Beispiele, wo dieser Punkt gründlich verschusselt wurde und dann kann man sich ewig beraten lassen, ohne, dass es Ergebnisse geben würde, die weiterhelfen. Dann wurde der Beratungsauftrag offensichtlich oder unter der Hand verändert und manchmal sogar den Interessen des Beraters angepasst. Das ist nicht immer schlimm, aber bringt nicht wirklich etwas.

Achten Sie immer genau darauf, was mit Ihnen passiert

Wenn Sie kein gutes Gefühl haben vor dem Beginn einer Beratung oder während dieser, müssen Sie das offen ansprechen. Sie müssen zu jedem Zeitpunkt die Beratung in der Hand behalten. Sie delegieren zwar die Strukturierung des Prozesses an eine externe Person. Aber überlegen Sie immer genau, ob die Ideen, die Methoden, die Ergebnisse wirklich zu Ihnen passen oder irgendwie aufgesetzt sind. Denn dann bringt Ihnen das alles nichts.



Wenn Sie Lust haben, testen Sie uns, ob wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden! Wir verkaufen keine Beratung von der Methodenstange, sondern haben ganz eigene Ansätze entwickelt, um Gemeinde tatsächlich zu unterstützen.

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